Die Zusammenfassung der wichtigsten Begriffe:

  • Akustikgitarrengezumpel001
  • Schwingen002
  • Schwingen - was noch?003
Akustikgitarrengezumpel
Erste klare Information: Akustikgitarre, nicht E-Gitarre. Der Begriff des Zumpelns, der sich hier scheinbar dem Partizip perfekt des Verbs zumpeln nähert, um ihn dann zu substantivieren, impliziert einen gleichwohl nagellosen Anschlag der Saiten, bei dem der Fleischanteil der Finger unproportional groß ist und so ein eher mattes Klangbild entsteht. Enthalten ist hier auch, obwohl nicht besonders erwähnt, der Begriff "ad libitum", der dem ausführenden Instrumentalisten ein größtmögliches Maß an Freiheit bei der Ausgestaltung des Akkordes E-Dur läßt. (Dies steht in großem Kontrast zum Term "D-Sexmachine", der bei jedem Gitarristen sofort ein virtuelles, klares Notenbild erzeugt. Dieser Term wird weiter unten geklärt.)
Schwingen
Alles ist in Bewegung, nichts statisch, sondern dynamisch und interaktiv. Schwingen können nicht nur Dinge, sondern auch Menschen: mal hierhin, mal dorthin.
Es ist enttäuschend, wenn jemand wegschwingt und somit einfach nicht mehr da ist für einen bestimmten Zusammenhang. Da helfen auch nicht 1000 gute Gründe - wenn sie es denn sind. Einer haut ab und die anderen betrachten das mit fadem Nachgeschmack.

Das gute daran ist das Neue, was sich auftut. Man muss eigentlich nur in Bewegung bleiben! Der Rest regelt sich von selbst.
Schwingen - was noch?
In Schwingung waren auch folgende Phänomene bei uns: zunächst natürlich die Saiten, Gitarrensaiten, Basssaiten, Sinus- und Sägezahnwellen der Synthys, Drumsticks und Schlagzeugfelle und nicht zuletzt jede Menge Stimmbänder. Die Kunst ist es, diese Schwingungen so zu koordinieren und aufeinander abzustimmen, dass der geneigte und freundliche Zuhörer den Eindruck eines wohltuenden, harmonischen Erlebnisses beim Wahrnehmen der Schwingungen erhält. Am Ende der Schwingungkette befinden sich die Trommelfelle des Ohres, bei seltenen lauteren Schallereignissen gerät bisweilen auch der Bauchbereich in Schwingung - meist durch die tieffrequenteren Töne des Basses erzeugt.
Gitarristen hingegen attackieren eher die Trommelfelle durch Einsatz zu hoher und dazu noch verzerrter und deshalb völlig ausgeflippter Frequenzbänder. Die Gitarristen nennen das Sound, die Zuhörer Lärmbelästigung.
Die Schwingungen des Keyboards sind in erster Linie so nicht brauchbar, allgemein ist man immer auf der Suche nach einem geeigneteren Sound, den man krampfhaft über die Presetspeicherung zu fixieren wünscht, was aber bei der nächsten Probe garantiert nicht mehr der Fall ist.
Die Schwingungen des Drumsets unterliegen in den meisten Fällen einer gewissen Tempovarianz, weshalb der Rest der Band dann ebenfalls variiert oder seinerseits zu variieren anfängt - was zum Teil zu chaosähnlichen Zuständen führt.
Der Bassist hört sich in der Regel nicht, weshalb er extrem große Boxen und wattlastige Verstärker braucht. Dies teilt er auch mit vielen Gitarristen. Meist stehen die Bassanlagen auch zu tief. Deshalb werden sie mittels Colakästen auf eine geeignetere Höhe gebracht und befriedigen erst dann den Potentaten.
Der Schwingungsbereich der Akustikgitarre liegt eher auf dem Niveau eines Eierschneiders. Viel Höhen, wenig Mittenmulm ist die einfach Formel - bis zur absoluten Ausdrucklosigkeit der A-gitarre.
Den Schwingungen der Stimmbänder fehlt zumeist ein psychischer Komplex namens Fallenlassen. Erst, wenn sich SängerInnen fallen lassen, sind sie zu Höchstleistungen fähig. Meistens ist aber die Luft im Proberaum zu verqualmt
oder enthält auch sonst kein Prana.
Man sieht also: es ist relativ schwierig, soviel Schwingerei in eine geordnete Bahn zu bringen. Deshalb gibt es auch so viele beknackte Bands, deren Mitglieder eigentlich eher mit sich und ihrer verkorksten Psyche kämpfen.

Aber es macht unglaublich viel Spass!